Klimawandel - Handeln in globaler Verantwortung

bösARTig

Januar 7, 2013

2013 läuft, meine sehr verehrten Damen und Herren, noch 360 Mal schlafen, dann ist es wieder vorbei. Die Zeit dazwischen sollten wir alle so gut wie möglich nutzen. Die Gastronomen m.V. sollten sich bitte Gedanken darüber machen, wie sie mich ab Mai an den gedeckten Tisch locken können, wenn denn das totale Rauchverbot herrscht. Beginnen wir das Jahr mit einem Leserbrief: „Du schreibst, dass alle Fraktionen des Rates Hermann Nolden das Rheincafé nicht länger verpachten wollen. Das ist nicht der Fall. Einzige Ausnahme: der Bürgerblock unterstützt Hermann Nolden. Und wir sind klar dafür, dass er das Rheincafé weiter pachten kann. Schließlich macht er dort seit Jahrzehnten einen guten Job und hat sich nichts zu schulden kommen lassen. Wir wollen Hermann Nolden nicht rauskicken. Ganz im Gegenteil, wir finden das Vorgehen von CDU/FDP/Bündnis 90/Die Grünen absolut falsch und fragen uns, was sie mit Ihrer Vorgehensweise wirklich bezwecken“. Katja D.( Vollständiger Name ist der Redaktion bekannt). Am Samstag beginnt sie, die kurze Karnevalssession, mit einer Party im Weinhaus Steinbach: Halt Pol und Freunde lassen es krachen. Am Sonntag schlagen dann die Aegidienberger Jecken im Bürgerhaus zu. Am 13. Februar gibt’s dann schon Fisch. Kommen wir zu meinem derzeitigen Lieblingsthema: Penaten. Und die riesige Geschichte dahinter. Sehr geholfen haben mir dabei Alfred Nolden, der Urenkel von Max Riese und Manfred Althoff, erster Gatte von (Alfred-) Riese-Tochter Dorothee. Die ersten drei Teile der Geschichte finden Sie lebenslang auf diebadhonnefer.de unter dem Suchwort: Penaten. Im heutigen Teil befassen wir uns mit dem schrecklichen Ende des größten Arbeitgebers der Stadt. Alle Leser, die sich daran noch erinnern können, sollten mich anrufen oder anmailen und ihre Geschichten dazu erzählen. Und wie ich so vor mich hin und her recherchiere, stoße ich auf ein Buch von Pia Frankenberg, Tochter von Penaten-Mitinhaber Helmut Frankenberg: „Die Kellner und ich“. Mein neues Lieblingsbuch. Erzählt wird die Geschichte von einem frechen, altklugen, rebellischen Kind das während des Wirtschaftswunders auf der Wunderseite aufwächst. In Rhöndorf. Frau Frankenberg die in den USA lebt und arbeitet, sagte kürzlich in einem Interview mit dem Spiegel, es sei kein autobiografisches Buch. Vielleicht nicht ganz, aber: Auf fast jeder zweiten Seite begegnet der Leser Vertrautem: Drachenfels, die Villa, der Butler, Adenauer, der Kindergarten in Rhöndorf, das Gymnasium auf der Insel Nonnenwerth. Leseprobe: „Der Alte ist tot. Et ist Dorftrauer.“ Ich verstehe nicht. Wer ist tot, wieso Dorftrauer? Plötzlich dämmert es mir. Natürlich! Der Alte! Juhuuu!!!!! Endlich freie Bahn nach der Messe, kein Handarbeitsunterricht mehr… Meine Gedanken überschlagen sich in euphorischer Erwartung: Vielleicht werden wir nie wieder Handarbeitsunterricht haben, weil sein Tod ausgerechnet auf den Handarbeitstag fällt. Ich tanze nach Hause renne in die Küche und brülle: Der Alte ist tot, der Handarbeitsunterricht ist ausgefallen… Am Beerdigungstag haben wir Kinder schulfrei, aber bei der Beerdigung sollen wir nicht dabei sein. Ist auch besser so. Mein freudiges Gesicht hätte mir vermutlich nicht sehr viele Sympathien eingebracht“. 316 Seiten Sprachwitz, Tempo und Pointen. Erschienen im Rowohlt-Verlag. Ende des Werbeblocks.

Kommentare

Ein Kommentar to “bösARTig”

  1. Wilhelm Jacoby on Januar 23rd, 2013 21:48

    Sehr geehrter Herr Böndel,
    ich habe heute durch Zufall die ersten vier Teile Ihres Penaten-Berichts gelesen: Sehr gut und interessant; ich habe nur zwei kleine Fehler entdeckt.
    Da ich Zeitzeuge der Schilderungen ab 1967 und Verwandter zu einer der genannten Personen bin, nähme ich mit Ihnen gerne Verbindung auf.
    Fall Sie ebenfalls Interesse an dem Kontakt haben, nennen Sie mir eine Telefonnummer, unter der wir uns sprechen können. Ein persönlicher Kontakt scheidet sicher wegen der großen Entfernung meines Wohnortes aus.
    Mit freundlichen Grüßen
    Wilhelm Jacoby

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