Klimawandel - Handeln in globaler Verantwortung

GEIZ ISST GAUL

Februar 24, 2013

GEIZ ISST GAULMeine sehr verehrten Damen und Herren, Pferdefleisch ist in aller Munde, aber keine Bange, noch kann eine Lasagne nicht wiehern. Frostschutzmittel im Wein, Würmer im Fisch, Gammelfleisch, Rinderseuche, Mäusekot im Käse, wir haben alles erlebt und überlebt. Schweinebraten für 5 Euro das Kilo, da lässt gnadenlose Massentierhaltung recht schön grüßen. Und wir machen die Augen zu und kaufen. Eine Packung Lasagne für 1,50 Euro, was kann da schon drin sein? Ganz klar: Müll! Die Zeiten haben sich geändert. Früher kam bei Muttern einmal in der Woche Fleisch auf den Tisch, heute wird jeden Tag Fleisch gegessen. Früher standen die Viecher auf der Weide, heute werden sie brutal eingepfercht. In Deutschland haben die Verbraucherminister von Bund und Ländern am Montag beschlossen, Strafen und Bußgelder für Täuschungen bei Lebensmitteln zu überprüfen. So sollen nach dem Willen der Minister die Gewinne, die durch die falschen Inhaltsangaben erzielt werden, abgeschöpft werden können. Ein schlechter Witz. Aber, das ist nicht wirklich unser Thema. Eine hochgeschätzte, sehr treue Leserin der ersten Stunde hat mich gestern auf den Boden der Tatsachen zurück geholt: „Früher warst du frech und witzig, früher konnten wir bei dir lesen, was sonst nirgendwo zu lesen war, früher warst du nicht so fürchterlich angepasst“. Peng! Danach habe ich mich für zwei Stunden in ein Kloster zurück gezogen. Kloster Andechs. Dort wird das beste Bier der Welt gebraut, mal abgesehen vom Kölsch. Ich habe überlegt und Andechser getrunken, und ich habe mit den Mönchen gesprochen. Schon immer haben Mönche die christliche Gastfreundschaft gepflegt. Der heilige Benedikt bringt diese alte Tradition der Klöster auf den Punkt. Er schreibt im 53. Kapitel seiner Ordensregel: „Alle Fremden, die kommen, sollen aufgenommen werden wie Christus; denn er wird sagen: „Ich war fremd, und Ihr habt mich aufgenommen“. Schwupps, da simmer ad widder in Bad Honnef. Ich bin aufgenommen worden, ich war ein Fremder, und ich verspreche, dass ich erst ab November wieder über das karnevalistische Treiben hier in der Stadt berichten werde. In den kommenden Ausgaben kümmern wir uns um die guten, die wunderbaren alten Zeiten. Wir werden über Honnefer Erfinder berichten, mit Herrn Geutebrück geht’s heute los. Wir werden eine spektakuläre Entführung beschreiben, über die guten alten Honnefer Kinozeiten berichten, legendäre Fabrikanten vorstellen und Unternehmer, die in unserer Stadt Geschichte geschrieben haben. Das ist eine bewährte, eine beliebte HWZ-Tradition, die wir nun fortführen werden. Ob nun angepasst, oder auch nicht. Da schaun mer mal. Telefon. Herr Nolden. Danke. Herr Nolden meint, wenn ich einmal Gesichtsfaltenprobleme bekommen würde, dann würde er mich sehr gerne beraten. Das ist unendlich nett. Und: Herr Nolden hat ein sensationelles Gastronomie-Konzept für seine drei Läden: Berg – Insel – Villa auf dem Tisch liegen. Mehr darüber in einer der kommenden Ausgaben. Soviel vorab: Nichts wird mehr so sein wie früher. Nolden hat einen neuen Berater. Und der zukünftige Bürgermeister der Stadt ist ein guter Freund von ihm. Tschüss zusammen…

bösARTig

Februar 13, 2013

Meine sehr verehrten Damen und Herren, reden wir doch einmal über Wellen. Ich komme darauf, weil ich gerade an der Nordsee sitze, und mit Herrn Klinkenberg einen Geburtstagskaffee trinke. Also, es gibt quasi immer mal wieder die unterschiedlichsten Wellenbewegungen. Vor ein paar Jahren hieß die Westerwelle schwarz/gelb, heute heißt die bundesweit angesagteste Welle…ohne Wester…rot/ grün. Gedanken sind frei, und dieser Gedanke schwebt über dem Geburtstagskaffee von Herrn Klinkenberg an der verdammt rauen Nordsee in Holland: Kann das auch Auswirkungen auf Bad Honnef haben? Rot/grün. Da denke ich an schöne Zeiten, an meinen Steinewerferkollegen Fischer beispielsweise. Aber das ist ein ganz anderes Thema. In Bad Honnef hat man schon seit längerem das angenehme Gefühl, dass es hier überhaupt keine Partei mehr gibt. Still ruht der See, wenn wir mal das unrühmliche Getöse um die Gesamtschule abziehen. Aber: Auch wenn sich unsere Stadtpolitiker mehr oder weniger verstecken, der Wahlkampf um Frau Feidens Posten wird beginnen. Was könnte zum Wahlkampfthema werden? Natürlich: KITA, Schule, Innenstadt, Poller, Selhof Süd. Bleibt die Allianz bestehen? Gibt es dort einen gemeinsamen schwarz-gelb-grünen BMKandidaten? Schwer vorstellbar. Ich glaube, da ist die bunte Luft raus. Die Allianz beschäftigt sich längst nur noch damit, Verwaltungsvorlagen umzuschreiben, um sie dann als ihre Entscheidung zu verkaufen. Die SPD alleine wird es auch nicht schaffen, aus dem tiefen Tal der Ideenlosigkeit heraus zu kommen. Der Bürgerblock kümmert sich um Sicherheit und Schmutz in der Stadt, das sind immerhin Lebenszeichen. Aschermittwoch. Fischessen. Fasten. Die HWZ-Familie fastet völlig entspannt mit Tina Husemann. Sie hat mir versichert, dass das auch mir gefallen wird. Also tun wir Körper und Geist mal etwas Gutes. Ein bisher eher sympathischer Komiteepräsident begrüßt mich neuerdings mit den Worten, „Na du alter Sack, geht’s noch“? Dem muss ich unbedingt entgegen wirken. Die Session hat natürlich Spuren hinterlassen, rein gesichtsfaltentechnisch, aber in dieser Kategorie führt immer noch haushoch der Herr Nolden. Dem geht es ganz gut momentan, er tut das, was er am allerbesten kann: Er führt Gespräche über Gespräche, um mit den geeignetsten Leuten in die Open Air-Saison starten zu können. Noch 700 Buchstaben. „Ein Mann kommt in die Frittenbude, „eine Tüte Fritten bitte“, die Fritteuse fragt, „darf ’s auch etwas oben drauf sein“? Der Mann: „Was kostet das denn extra“? „50 Cent“. „Gut, dann hätte ich gern ein halbes Hähnchen oben drauf“. Noch 400 Buchstaben. Ein Kölsch-Vertreter, ein Altbier-Vertreter und ein Pils-Vertreter treffen sich nach einem harten Arbeitstag in der Kneipe. Der Kölschvertreter bestellt sich Kölsch, der Altbiermensch bestellt ein Altbier und der Pils-Vertreter lediglich ein Wasser. Fragen die anderen Beiden warum er denn nicht auch ein Bier bestellt. „Wenn Ihr kein Bier trinkt, trink ich auch keins!“ Geschafft! Tschüss zusammen…

bösARTig

Februar 11, 2013

bösARTigMeine sehr verehrten Damen und Herren, ich habe nun wirklich nichts gegen, wie sagt man, ausländische Mitbewohner. Einen Großteil meines Restlebens verbringe ich in ihrer Gesellschaft. Überwiegend mit einem Espresso in der Hand. Demnächst in der neuen Dönerbude am Marktplatz. Lange Rede kurzer Sinn, warum freut sich hier oben Francesco Soravia mit reizender Begleitung? Herr Soravia sagt, er sei bisher immer abgebildet gewesen in den „Halt Pol-Prunksitzungsbeiträgen“. In diesem Jahr nicht. Warum? Er steht mit bedrohlich wedelndem Zeigefinger vor mir. Wird er zuschlagen? Herr Kutter rettet mich. Ich kriege meinen Espresso, Franco ist drin im Blatt, alles ist schön. Sonntag kütt dr Zoch, Mittwoch ist Fischessen, wir können uns wieder der Normalität widmen. Beispielsweise den Pollern in der Innenstadt. Die müssen weg. Oder dem Inselcafé. Die Ausschreibung wird Ende Februar öffentlich gemacht. Dazu habe ich aber keine Lust. Weil ich gestern mit Herrn Direktor Gerdes die traditionelle Weiberfastnachtsrunde gedreht habe. Das machen wir seit 10 Jahren – und ich lebe immer noch. Um 13 Uhr ging’s los, erstes Kölsch, um 23 Uhr war ich am Ende, letztes Kölsch. Dazwischen lag ein Kneipen- und dergl. Marathon den nur die ganz Harten überleben können. Es war quasi kein Halbmarathon, wenn Sie wissen was ich meine. Aber, Weiberfastnacht ist auch nicht mehr das, was es mal war. Früher mussten wir vor den Weibern flüchten, heute flüchten sie vor uns. Wir haben hart gearbeitet und überlegt und überlegt. Wie können wir diese unsere Stadt retten? Prost Grappa, hallo Kölsch. Victor Francke soll Bürgermeister werden. Oder Hellmuth Buhr. Nein, vielleicht doch Jopa Vedders. Der ist ja eh schon am Ruder. Huch, ein Kölsch von Herrn Eschbach. Was bin ich? Wo ist das Schweinderl? Giuseppe schenkt uns einen Espresso ein. Ohne unsere italienischen Freunde wären wir längst schon nicht mehr da wo wir noch sind. Hontes. Saal Kaiser. Seminaris. Vierkotten. Und umgekehrt. Herr Gerdes schreitet voran. Mister Gnadenlos. Meine Betreuerin meldet sich. Wo bin ich? Keine Ahnung. Irgendwie, irgendwo. Im Rheinland, glaube ich, oder doch schon auf Mallorca? Wir reden über das kommende, über das absolute Rauchverbot. Diese Session ist die letzte Session für uns Raucher in beheizten Räumen. Bald wird das kulturelle Leben auf der Straße stattfinden. Vor leeren Kneipen und Sälen. Herr Gerdes ist fremd gegangen. Er war gestern in der Lanxess- Arena. Er meint, die sei ein „büschen“ größer als das Kurhaus. Auch egal. Königswinter? Gemeinsame Schule? Warum begreift denn niemand, dass Königswinter und Bad Honnef niemals nie zusammen geht. Nur Dönertechnisch. Warum ist es Nachmittags schon so dunkel? Herr Papenbrock weckt mich. Ich und schnarchen? Nie im Leben! Schhhhhlange hier? Wieeelflur? Mit dem geplanten Umbau der Post gehe es auch nicht voran, höre ich. Das mit dem Vollversorger dort habe sich dann wohl wieder erledigt. Voll? Brauchtumspflege ist schon eine dolle Sache. Zum Glück trinken wir kein Bier. Nur Kölsch. Und eines, dass ist ganz gewiss: Morgen ist heute schon gestern…

Die nächste Ausgabe der HWZ erscheint bereits an Aschermittwoch, 13.2.2013

bösARTig

Februar 4, 2013

Meine sehr verehrten Damen und Herren, worüber wollen wir reden? Über die Gesamtschule? Das bringt nichts. Die Königswinterer Politiker ändern ihre Meinung dazu quasi im Stundentakt. Wir müssen abwarten. Ich persönlich fühle mich unwohl bei dem Gedanken, dass eine Honnefer Gesamtschule nur ein „Ableger“ von Königswinter sein soll. Reden wir über unsere Bürgermeisterin. Sie geht wieder ins Krankenhaus. Von hier aus die allerbesten Genesungswünsche. Apropos Rathaus. Da ist ja einiges gebacken. Stellenstreichungen, Umbesetzungen und hoher Krankenstand. Nicht gut. Und jetzt: Absolutes Rauchverbot im gesamten Haus. Auch auf den Balkonen darf nicht mehr geraucht werden. Herr Vedders, was machen wir denn da? Beispielsweise in den Ratssitzungspausen? Es gibt jetzt Kernarbeitszeiten, beispielsweise zwischen 9 bis 12 Uhr, in denen überhaupt nicht geraucht werden darf, nicht einmal vor der Tür. Und es gibt Zeiten, da darf geraucht werden. Vor der Tür. In diesen Zeiten liegt dann zukünftig das gesamte Rathaus lahm. Reden wir also über die Session, die bald schon wieder vorbei ist. Es gibt karnevalistische Veranstaltungen in der Stadt, die sind gut und noch besser besucht. Aber: Es gibt auch Veranstaltungen, die eher in bisheriger Form völlig fehl am Platze sind. Beispielsweise die „Seniorensitzung“ im Kurhaus. Bei der Seniorensitzung wurden vielleicht 20 Gäste gezählt. 25? Gut, alle Gesellschaften, alle Spielmänner, alle Tollitäten und Corps waren da, das macht die Hütte voll. Das schafft wiederum keine andere Sitzung. Lange Rede kurzer Sinn: Liebe Festkomiteeler, bitte erfindet einen neuen Namen, denn, wir haben es wieder gesehen, es gibt keine Senioren in dieser Stadt. Außer mir. Scherz! Oder? Na gut. Zur Bürgersitzung. Ich war zeitgleich bei der sensationellen Prunksitzung op Selef, meine „Spione“ waren bei den Gesellen. Telefonkontakt: Bis Mitternacht habe ich immer wieder nachgefragt: Lohnt es sich vorbeizukommen? Antwort zu jeder Zeit: Nein! Das ist traurig, sehr, sehr traurig. Einer leitenden Spionin sind die Füße eingeschlafen. Ein Spion hat sich dem Suff hingegeben. Ein weiterer wird noch vermisst. Worüber wollten wir eigentlich reden? Vergessen! Ich frag mal meinen Chef. Herr Pütz meint, ich soll sagen, dass die Halt Pol Prunksitzung 2013, die geilste Halt Pol Prunksitzung des Jahres ist. Jawohol. Und für mich ist das ganz nebenbei der längste Arbeitstag des Jahres. Am Tag danach treffe ich Frau Bürgermeisterin im „Lemon“. Ich stelle ihr meine Tagesmutter vor. Meine Kosmetikerin Frau Lennartz. Frau Bürgermeisterin schaut mich eindringlich an. Ungläubig. Mitleidig. Wollen Sie jetzt wirklich wissen, was sie gesagt hat? Nein, nein, das verrate ich auf gar keinen Fall. Frau Lennartz säuselt: „Ja, ja, du darfst halt nicht immer so rumsumpfen“. Ich habe keine wirklichen Freunde. Trotzdem: Die Geburtenrate in der Innenstadt steigt, sagt Frau Feiden erfreut. Damit habe ich nun wirklich überhaupt nichts zu tun. Ich wohne in Selhof und liege dort unter einer fünf Kilo schweren, feuchtigkeitsspendenden Augenmaske. Heute sumpfe ich garantiert nicht mehr herum. Und Morgen ist ein neuer Tag! Letzte Meldung: Am Marktplatz soll demnächst eine Dönerbude eröffnen. Königswinter rückt näher …

bösARTig

Januar 28, 2013

Meine sehr verehrten Damen und Herren, unsere Bürgermeisterin ist wieder fit, meine Tochter ist heile aus Kolumbien zurück gekommen, nach einem dreißigstündigen Aufenthalt am Flughafen in Bogota wegen Eisregen in Frankfurt. „Wir müssen sofort in eine Apotheke“, sagte sie zur Begrüßung. Nette Begrüßung. In der Apotheke sprudelte sie direkt los: „Ich brauche etwas gegen Durchfall, Übelkeit, Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen“. Im ersten Moment war der Apotheker sichtlich überfordert. Aber er berappelte sich blitzschnell und zauberte allerlei bunte Päckchen hervor. Die ganze Geschichte dazu in einer der nächsten Ausgaben. Meine, man kann schon sagen, traditionelle Mittagspause mit Frau Feiden im Markt3, war wie immer sehr nett und sehr aufschlussreich. Besonders die Beiträge mit dem Sperrvermerk: „Das bleibt aber unter uns“. Natürlich bleibt das unter uns. Und über das, was an die Öffentlichkeit dringen darf, darüber sprechen wir später. Ich muss hier erst einmal ein kleines bis riesiges Problem abarbeiten. Wie wir alle wissen steht im „Sicherungshaushalt“ der Stadt unter allen freiwilligen Leistungen eine fette Null. Null heißt Null. Oder wie wir Jecken wissen: Auch dreimal Null ist Null. Null bliev Null. Juut. Unser Centrum e.V. ist betroffen. Warum? Bisher hat der städtische Bauhof den Weg frei gemacht für die Honnefer Großveranstaltungen. Oder: Der Bauhof hat die Wege gesperrt, wegen der Veranstaltungen. Wie auch immer, alle Sperrungen, Beschilderungen, Poller raus, Poller wieder rein, kosten Manpower, kosten Geld. Bisher war das kostenlos. Die Stadt profitiert ja quasi auch von den Veranstaltungen. Mehr Umsatz in den Geschäften, gleich mehr Gewerbesteuer, und so weiter. Damit ist nun Schluss. Wegen der Null. Der Verein muss ab sofort für diese Dienstleistung bezahlen. Sagen wir einmal, 3.000 Euro pro Veranstaltung, macht bei derzeit acht Großveranstaltungen: 24.000 Euro. Damit hat sich das Kapitel Veranstaltungen in Bad Honnef erledigt. Eigentlich. In diesem Jahr wird es weitergehen wie bisher. Die Verträge mit den Beschickern sind unterschrieben. Was wird im kommenden Jahr? Mit Sicherheit werden einige Veranstaltungen sterben müssen. Was bleiben wird: Fühl dich Frühlich, Rosenfest und Martini Markt. Die Klassiker. Immerhin: 9.000 zusätzliche Euro. Wer soll das bezahlen? Keine Ahnung. Ein Fördertopf? Wer fördert diese Stadt? Stiftungen? Darüber muss in den nächsten Tagen und Wochen ernsthaft geredet werden. Immerhin: „In Zusammenarbeit von Centrum e.V. und Stadtinformation sowie freundlich unterstützt durch den Kultur- und Verkehrsverein (KVV) wurde eine neue Webseite in das Internet eingestellt, die ausführlich über die Bad Honnefer Highlights des Jahres berichtet und vielfältige Informationen für Besucher und Aussteller bereitstellt. Unter der Internetadresse www.stadtfeste-badhonnef. de werden die Veranstaltungen von Centrum e.V. wie „Rosenfest“ oder „Martini Markt“ sowie weitere Höhepunkte wie „Rhein in Flammen“ oder „7Mountains Music Night“ in Wort und Bild vorgestellt“. Eine Info der Stadtinfo. Hoffentlich kommt das nicht zu spät. „Nä, nä, dat wesse mer nit mih, janz bestemp nit mih, denn dat hammer nit studiert…“

bösARTig

Januar 21, 2013

Meine sehr verehrten Damen und Herren, vorab ein Leserbrief von Helga Ebel-Gerlach: „Wir biegen am Samstag, den 12. Januar gegen 11.30 Uhr nach dem Einkaufen von der Schmelztalstraße in die Friedrichstraße ein. Etwa in der Mitte der Straße steht ein Wagen mit einem NR-Nummernschild. Die Fahrerin sagt uns, dass auf der Straße jede Menge Glassplitter liegen und bekommt von einem netten Nachbarn einen Besen geliehen. Sie fegt also die Scherben in den linken Rinnstein und stellt den Besen wieder weg. Da kommt ein anderer Nachbar aus seinem Haus, ebenfalls mit Besen, und fegt zu unser aller Verblüffung die Scherben wieder mitten auf die Straße mit der Bemerkung: „Am Rinnstein beginnt mein Grundstück, die Scherben lehnen gegen den Rinnstein und ich will die Scherben nicht auf meinem Grundstück haben!“ Mit diesen Worten schreitet er wieder in sein Haus zurück! Die Autofahrerin nicht faul, holt den Besen des netten Nachbarn, fegt die Scherben wieder zur Seite in den Rinnstein, stellt eilig den Besen weg und fährt davon“. Coole Alltagsgeschichte. Kommen wir zu der Pollergeschichte in der Stadt, die, die allen nur schlechte Laune macht. Nun auch dem Centrum e.V., denn: Da die Stadt kein Geld mehr hat, müssen nun die Pollerrausarbeiten vor Großveranstaltungen und die Pollerreinarbeiten nach Großveranstaltungen vom Centrum e.V. bezahlt werden. Das könnte dem Verein richtig weh tun, das könnte bedeuten, dass einige Veranstaltungen gestrichen werden müssen. Mein Vorschlag: Alle Poller der Stadt einschmelzen und an einen polnischen Schrotthändler verkaufen. Das bringt Kohle in die Haushaltskasse und das belebt die Innenstadt, denn: Keine Poller heißt, mehr Parkplätze, heißt mehr Umsatz, weil mehr Bewegung. Ganz einfach. Ich wär so gerne Bürgermeister mit Ratsmehrheit. In drei Monaten wäre die Stadt saniert, alle Kneipen wären wieder voll, und alle Bürger hätten nur noch gute Laune. Nur für ein Jahr. Dann würde ich das Amt weitergeben an den bisher noch geheimen BM-Kandidaten Herrn X.Y. (Vollständiger Name ist der Redaktion bekannt). Nun rätseln Sie mal schön. Ich habe nix gesagt. Apropos: Unserer Bürgermeisterin W.F. ging es in den letzten Wochen nicht so besonders prickelnd. Seit Montag ist sie wieder in ihrem Büro, Freunde und Mitarbeiter, nicht zuletzt ihre Ärzte raten: Tritt kürzer. Denk an dein Leben. Denk an deine Kinder und Enkel. Die Stadt kann derzeit eh niemand mehr retten. Eine spannende Zeit steht uns bevor. Und dann noch das Thema Inselcafé. Betreiber H.J.N. hat keine Kündigung erhalten, sagt er, er erwägt eine Klage gegen die Stadt, beispielsweise wegen Rufschädigung oder Umsatzeinbrüche, oder, oder. Wie auch immer: Die Stadt hat zwar noch Poller aber kein Geld mehr. Einen Prozess gegen Nolden kann sie sich nun überhaupt nicht mehr leisten. Weil sie ihn verlieren wird. Oder auch nicht. Aber: Das Risiko ist viel zu hoch. Ich habe mich gestern mit Herrn Nolden beim Eschi getroffen, wir haben lecker gegessen, und geredet und geredet. Herr Nolden hält gerne Reden. Ich höre gerne zu. Insofern sind wir ein perfektes Paar. Und ich glaube ihm: „Wir machen das Inselcafé wieder zum Kultobjekt“. Ab März können wir das alle beobachten. Schönes Wochenende allerseits…

bösARTig

Januar 14, 2013

Meine sehr verehrten Damen und Herren, leev Jecke, die Session läuft. Ich kann nix dafür. Aber das ist ja nur ein Teil der Geschichte. Der Bachelor ist ein akademischer Grad, üblicherweise der erste eines gestuften Studiums an einer Universität oder anderen Hochschule. In den meisten Fällen hat das Studium zum Bachelor eine Regelstudienzeit von drei bis vier Jahren. Dachte ich. Der Bachelor ist in Wahrheit ein Honnefer. Einer mit Waschbrettbauch mit ner Kneipe in Düsseldorf. Gibt es nur annähernd etwas schrecklicheres? Auf jeden Fall: Der Bachelor ist ein gut aussehender Mann, der sich aus 20 Frauen seine Traumfrau aussuchen kann. Öffentlich. Bei RTL. Und es kommt noch viel, viel schlimmer: Eine der Kandidatinnen hat Pornofilme gedreht. Ich weiß nicht wirklich was das ist, aber, die Traumfrau sagt folgendes dazu: „Ich habe Sexfilme gedreht. Warum ich das gemacht habe? Man kann nicht sagen, dass es eine Selbstfindungsphase war oder dass ich jung war und das Geld brauchte – ja, gut, vielleicht ein bisschen. Es war ein Ausprobieren. Ich gehe mit meiner Sexualität relativ offen um. Man hat es ausprobiert und ich habe gemerkt, dass es nichts für mich ist“. Gut. Das Fräulein lebt in Leipzig, wenn Sie wissen, was ich meine. Was haben wir noch. Wie gesagt, mir fiere Karnevall, und der findet, das ist geliebte oder auch gehasste Tradition hier, im Blatt statt. Wir beschäftigen uns natürlich auch um die Verschuldung der Stadt. Mit Schulden kenne ich mich bestens aus, jawoll. Aber das ist ein ganz anderes Thema. Zur Ehrenrettung unserer Stadtverwaltung muss einfach auch einmal gesagt werden, dass die derzeitigen enormen Schulden keine hausgemachten sind. Siehe Titel. Was die Sache nicht angenehmer macht, ist die Tatsache, dass sich unsere Stadtpolitiker nicht trauen, die ganze Wahrheit zu sagen. Nämlich: Leute, wir haben kein Geld mehr. Und wenn wir gezwungener Maßen mehr Geld brauchen, beispielsweise für den Kindergartenausbau, dann müssen wir woanders einsparen. Bei der Musikschule und bei der Stadtbücherei. Beispielweise. Städtische Einrichtungen auf Vordermann bringen? Fehlanzeige! Marode Straßen sanieren? Fehlanzeige! Und so weiter und so weiter. Aber wir feiern jetzt erst einmal Karneval. Und das ist quasi gar nicht sooo schlecht, denn: Spass an dr Freud vertreibt die Sorgen. Es ist eine kurze Session. Quasi in einem Monat ist sie schon wieder vorbei. Also hauen Sie rein. Ja, gehen Sie völlig unerschrocken auch mal wieder zu einer Veranstaltung der Löstigen Gesellen. Ich meine, die bemühen sich ja schon ganz schön. Wer grinst denn da? Hermann Josef Nolden, das Inselcafé und die Kündigung nach 26 Jahren, darüber haben wir Sie bereits vor zwei Wochen informiert. Im Februar wird die Ausschreibung öffentlich gemacht, und dann können sich Gastronomen um den Pachtvertrag dieser touristischen Attraktion bewerben. Natürlich auch Herr Nolden. Unser Stadtrat wird dann entscheiden, wer den Zuschlag erhält. Für mich eine fürchterliche Vorstellung. Denn: Wer im Rat hat Ahnung? Von Gastronomie, meine ich. Nolden hat vorsorglich seinen Rechtsanwalt eingeschaltet.

bösARTig

Januar 7, 2013

2013 läuft, meine sehr verehrten Damen und Herren, noch 360 Mal schlafen, dann ist es wieder vorbei. Die Zeit dazwischen sollten wir alle so gut wie möglich nutzen. Die Gastronomen m.V. sollten sich bitte Gedanken darüber machen, wie sie mich ab Mai an den gedeckten Tisch locken können, wenn denn das totale Rauchverbot herrscht. Beginnen wir das Jahr mit einem Leserbrief: „Du schreibst, dass alle Fraktionen des Rates Hermann Nolden das Rheincafé nicht länger verpachten wollen. Das ist nicht der Fall. Einzige Ausnahme: der Bürgerblock unterstützt Hermann Nolden. Und wir sind klar dafür, dass er das Rheincafé weiter pachten kann. Schließlich macht er dort seit Jahrzehnten einen guten Job und hat sich nichts zu schulden kommen lassen. Wir wollen Hermann Nolden nicht rauskicken. Ganz im Gegenteil, wir finden das Vorgehen von CDU/FDP/Bündnis 90/Die Grünen absolut falsch und fragen uns, was sie mit Ihrer Vorgehensweise wirklich bezwecken“. Katja D.( Vollständiger Name ist der Redaktion bekannt). Am Samstag beginnt sie, die kurze Karnevalssession, mit einer Party im Weinhaus Steinbach: Halt Pol und Freunde lassen es krachen. Am Sonntag schlagen dann die Aegidienberger Jecken im Bürgerhaus zu. Am 13. Februar gibt’s dann schon Fisch. Kommen wir zu meinem derzeitigen Lieblingsthema: Penaten. Und die riesige Geschichte dahinter. Sehr geholfen haben mir dabei Alfred Nolden, der Urenkel von Max Riese und Manfred Althoff, erster Gatte von (Alfred-) Riese-Tochter Dorothee. Die ersten drei Teile der Geschichte finden Sie lebenslang auf diebadhonnefer.de unter dem Suchwort: Penaten. Im heutigen Teil befassen wir uns mit dem schrecklichen Ende des größten Arbeitgebers der Stadt. Alle Leser, die sich daran noch erinnern können, sollten mich anrufen oder anmailen und ihre Geschichten dazu erzählen. Und wie ich so vor mich hin und her recherchiere, stoße ich auf ein Buch von Pia Frankenberg, Tochter von Penaten-Mitinhaber Helmut Frankenberg: „Die Kellner und ich“. Mein neues Lieblingsbuch. Erzählt wird die Geschichte von einem frechen, altklugen, rebellischen Kind das während des Wirtschaftswunders auf der Wunderseite aufwächst. In Rhöndorf. Frau Frankenberg die in den USA lebt und arbeitet, sagte kürzlich in einem Interview mit dem Spiegel, es sei kein autobiografisches Buch. Vielleicht nicht ganz, aber: Auf fast jeder zweiten Seite begegnet der Leser Vertrautem: Drachenfels, die Villa, der Butler, Adenauer, der Kindergarten in Rhöndorf, das Gymnasium auf der Insel Nonnenwerth. Leseprobe: „Der Alte ist tot. Et ist Dorftrauer.“ Ich verstehe nicht. Wer ist tot, wieso Dorftrauer? Plötzlich dämmert es mir. Natürlich! Der Alte! Juhuuu!!!!! Endlich freie Bahn nach der Messe, kein Handarbeitsunterricht mehr… Meine Gedanken überschlagen sich in euphorischer Erwartung: Vielleicht werden wir nie wieder Handarbeitsunterricht haben, weil sein Tod ausgerechnet auf den Handarbeitstag fällt. Ich tanze nach Hause renne in die Küche und brülle: Der Alte ist tot, der Handarbeitsunterricht ist ausgefallen… Am Beerdigungstag haben wir Kinder schulfrei, aber bei der Beerdigung sollen wir nicht dabei sein. Ist auch besser so. Mein freudiges Gesicht hätte mir vermutlich nicht sehr viele Sympathien eingebracht“. 316 Seiten Sprachwitz, Tempo und Pointen. Erschienen im Rowohlt-Verlag. Ende des Werbeblocks.

bösARTig

Dezember 31, 2012

Meine sehr verehrten Damen und Herren, ich wünsche ihnen ein richtig gutes neues Jahr. Aber das ist ja noch längst nicht die ganze Geschichte. Wie immer am Ende eines Jahres präsentiere ich ihnen die ultimative Hitparade der Mitmenschen, die am häufigsten in der HWZ abgebildet wurden. Und das sind ja die Bürger, die quasi am meisten geleistet haben, denn, ansonsten würden wir sie ja nicht ablichten. Klar ist, ganz oben steht wie all die Jahre zuvor, unsere Bürgermeisterin Wally Feiden mit 47 Fotos in 52 Ausgaben. Sie war übrigens, und das bereitet mir wirklich Sorgen, am vergangen Wochenende einmal mehr im Krankenhaus zur Beobachtung. Heißt: Es ging ihr nicht wirklich gut. Vielleicht sollte die Allianz ein wenig Rücksicht darauf nehmen, und sie nicht so oft, so unnötig, ärgern. Kommen wir zum zweiten Platz. Der birgt eine riesige Überraschung, besonders für ihn selbst, denn: „Du könntest ruhig etwas mehr über Rhöndorf berichten“, sagt er mir hin und wieder, mal gut, mal schlecht gelaunt: Mister Rhöndorf, Mister Peter Profittlich mit 31 Abbildungen. Platz 3 belegt, wie immer sehr souverän, mein Präsident und Frühstückstammtischbruder Jörg Pütz. Shooting-Star des Jahres ist Peter Hurrelmann. Kopf und Herz der Feiern zum 150sten Jubiläum der Stadtrechte. Er teilt sich den 4ten Platz mit Annette Stegger, Michael Holmer Gerdes und Hellmuth Buhr. Auf Platz 5, das Siebengebirgsprinzenpaar der Session 2012: Stefan I und Andrea I. Auf den Plätzen folgen: Jopa Vedders, Peter Storck, Friedhelm Ost, Jürgen Kutter, Georg Zumsande, Gerd Papenbrock, das Siebengebirgsdreigestirn 2011, Ursula Voll, Jörg Erich Haselier, Detlev Mai, Beate Schaaf und Christoph Kramer. Ich wünsche mir, dass in der nächsten Hitparade diese Namen auftauchen: Sebastian Wolff, Guido Leiwig, Peter Schaaf. Die gefühlten Bürgermeisterkandidaten. Im kommenden Jahr beginnt der Wahlkampf. Wer wird Nachfolger von Wally Feiden? In zwei Jahren, um diese Zeit, werden wir es wissen. Bis dahin haben die Parteien eine Menge Arbeit vor sich. Sebastian Wolff muss ein wahlfähiges Image verpasst werden, Guido Leiwig muss öffentlicher werden und Peter Schaaf muss etwas mehr tun, als nur Graffiti entfernen. Und: Wie ich kürzlich einer Unterhaltung mit einem Stadtpolitiker entnehmen konnte, steht da auch noch ein Überraschungskandidat in den Startlöchern. Schaun mer mal. Sport, Spiel und Spannung. Oder: Welches Schweinderl hätten Sie denn gern? Ein Jahr ohne wirkliche Höhepunkte geht zu Ende. Oder? Die Kreisel im Honnefer Süden sind fertig gestellt worden. Ohne Zweifel ein Höhepunkt für den Verkehr. Für den Autoverkehr. Ansonsten tut sich nicht mehr gar so viel, die Stadt veraltet, der zukunftsfördernde Verkehr nimmt ab: Geburtenrückgang. Zum Glück bin ich nicht für alles zuständig. Guten Rutsch, und alles Gute im neuen Jahr. Telefon. Mein Grafiker ist dran. Es fehlen noch 300 Buchstaben. Was nun? Ich hab’s: In der kommenden Ausgabe geht’s weiter mit der wunderbaren Penaten-Geschichte. Ich treffe mich mit Pia Frankenberg in New York. Oder auch nicht. Also: Schaun mer mal…

bösARTig

Dezember 24, 2012

Meine sehr verehrten Damen und Herren, ich bin überglücklich. Ich habe auf dem Postwege eine der höchsten Auszeichnungen erhalten, die diese Stadt zu vergeben hat: Einen Stollen von Herrn Profittlich. Danke Peter. Aber: Damit ist es erst einmal mit meinem Idealgewicht wieder vorbei. Egal. Stollen und Gänsebraten. Das gibt es ja nicht alle Tage. Weihnachten. Alle Jahre wieder schaue ich auch einmal auf unsere Homepage diebadhonnefer.de. Und was erblicken da meine glitzernden Augen? Einen Leserbrief! Und was für einen: „Als neue Honnefer Bürgerin surfe ich täglich durch die informativen Seiten unserer Stadt. Auch über Ihre Kolumne bin ich schon des Öfteren gestolpert! Anfangs noch gutmütig gelesen, schaffe ich es schon nach dem vierten oder fünften Mal nicht mehr den ganzen Text durchzulesen, ohne mich anzustrengen zu müssen. Das was Sie hier locker und jugendlich versuchen zu schreiben, ist in keiner Weise unterhaltsam (und das Wort „versuchen” ist wirklich vorsichtig ausgedrückt). Es fallen immer nur die gleichen Namen, als ob es in Bad Honnef nur zehn bis zwanzig Einwohner gäbe. Es sind immer nur die gleichen Location oder Veranstaltungen…. es ist so langweilig, dass ich heute das Letzte Mal vorbei geschaut habe. Wussten Sie zum Beispiel, was die jungen Leute (und nicht nur Ihre Tochter) hier auf die Beine stellen? Sagt Ihnen z.B. die Hannah-Stiftung etwas? Oder der Trödel im Böllchen? Oder die Handarbeitsaktionen für den guten Zweck… etc. Dinge, die in aller Stille stattfinden und nicht an die große Glocke gehangen werden, wie es immer ein Kutter oder ein Zumsande tun? Das hier ist alles sehr einseitig und einfallslos! Vielleicht geben Sie mal ab, an jemanden, der einen offeneren Horizont oder mehr Kreativität besitzt! Liebe Grüße und viel Erfolg, Claudia Joan“. Tja. Nun brauche ich also einen Nachfolger mit Horizont. Wer meldet sich freiwillig? So, das hätten wir abgearbeitet. Das Thema Gesamtschule ist auch vom Tisch. Kommen wir also zu Kollege Hermann Josef Nolden, liebe Frau Joan, den hatten wir seit zwei Jahren nicht mehr in der Zeitung. Der hat urplötzlich, quasi wie aus heiterem Himmel, arge Probleme mit der Honnefer Politik. Die nämlich will, dass sein Pachtvertrag für das „Rheincafé auf der Insel Grafenwerth gekündigt wird. Nolden hat das Teil in 26 Jahren zu einer „Marke“ gemacht. Zu einem touristischen Markenzeichen der Stadt. Das „Rheincafé“ auf der Insel, geprägt von Nolden, immer getragen von ihm, bei Hochwasser oder anderen Katastrophen, in guten wie in schlechten Zeiten, muss Nolden bleiben. Meine Meinung. Natürlich ist die Kündigung eines Pachtvertrages total normal. Natürlich ist die Laufzeit von 26 Jahren für einen Pachtvertrag völlig unnormal. Aber das zeigt auch, dass die Stadtverwaltung Nolden vertraut hat. Der Vertrag wurde lautlos immer wieder verlängert. Und nun ist die Honnefer Politik im Spiel. Alle Fraktionen haben sich für eine Kündigung ausgesprochen. Ist das denn auch des Volkes Wille? Und: Eine Kündigung quasi auf dem Gabentisch zu präsentieren, ist sicherlich nicht die feine Art. Wie auch immer: Ein neuer K(r)ampf beginnt. Frohe Weihnachten allerseits…

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