Klimawandel - Handeln in globaler Verantwortung

Chancen weiter nutzen

Februar 13, 2013

Man kann sehr enttäuscht über die Ratsentscheidung in Königswinter sein, sollte sich dadurch aber nicht entmutigen lassen und sich weiter für die Realisierung einer gemeinsamen Gesamtschule einsetzen. Das große Interesse der Eltern an den Informationsveranstaltungen und während der ersten Anmeldetage, der Einsatz einer weiteren Fachkraft zur Bewältigung der starken Nachfrage im Anmeldeverfahren, der Schulentwicklungsplan und die Ergebnisse der Elternbefragungen sprechen dafür, dass mehr als die erforderlichen 100 Anmeldungen aus Königswinter für die Gesamtschule in Oberpleis erreicht werden. Der Beschluss des Schulausschusses in Königswinter am 23. Januar, mit Bad Honnef über die Errichtung einer Gesamtschuldependance zu verhandeln, sowie der Bericht über den positiven Verlauf und den erreichten Konsens in letzten Gesprächen zwischen den Verwaltungsspitzen von Königswinter und Bad Honnef lassen hoffen, dass nicht nur 2013 eine Gesamtschule in Oberpleis Wirklichkeit wird, sondern zum Schuljahr 2014/2015 auch ein Teilstandort in Bad Honnef zu realisieren ist. Die Einwände von CDU und FDP in der Sitzung des Stadtrats von Königswinter gegen eine Beschulungsvereinbarung und gegen eine damit verbundene Absichtserklärung zur Errichtung eines Teilstandorts der Gesamtschule Oberpleis in Bad Honnef sind m.E. jedoch nicht nachvollziehbar. Insbesondere wenn vorher die Fraktionsvorsitzenden erklären, dass die CDU den Weg für den Teilstandort Bad Honnef nicht in Frage stellt und die FDP an dem Ziel festhält, eine gemeinsame Schule mit Dependance in Bad Honnef zu errichten. Selbst der modifizierte Antrag, in dem Argumente von CDU und FDP aufgenommen wurden, fand keine Zustimmung. In dem Antrag heißt es lediglich, dass sich der Rat der Stadt Königswinter für die Errichtung eines mindestens zweizügigen Teilstandorts in Bad Honnef für die Gesamtschule Oberpleis unter folgenden Voraussetzungen ausspricht:

  • Die Kommunalaufsicht stimmt der Errichtung des Teilstandorts zu (Haushaltsvorbehalt)
  • Alle durch den Teilstandort generierten Kosten trägt Bad Honnef
  • Schulorganisatorische Voraussetzungen werden vor einem Errichtungsbeschluss geschaffen
  • Ein pädagogisches Konzept für eine Schule mit zwei Standorten wird unter Mitwirkung von Gesamtschulfachleuten erarbeitet
  • Die Realsierung damit verbundener Rahmenbedingungen wurde mit der Schulleitung abgestimmt
  • Eine öffentlich rechtlichen Vereinbarung wurde zwischen Königswinter und Bad Honnef abgeschlossen

Diese Voraussetzungen entsprechen auflösenden Bedingungen und müssten vor der Beantragung und Errichtung des Teilstandorts erfüllt werden. Königswinter und Bad Honnef müssten vorher Vereinbarungen treffen, die organisatorische, pädagogische, rechtliche und finanzielle Fragen klären. Die Stadträte in Königswinter und Bad Honnef würden anschließend über die Erfüllung der Voraussetzungen entscheiden. Ein Blankoscheck für eine Gesamtschuldependance in Bad Honnef würde damit jedenfalls nicht ausgestellt. Nach der Ablehnung des Antrags wurde in der Stadtratssitzung eine Beschulungsvereinbarung mit Bad Honnef nicht mehr zur Abstimmung gestellt. Der Beschluss, keine Beschulungsvereinbarung mit Bad Honnef abzuschließen, den der Schulausschuss am 23. Januar in Königswinter getroffen hat, bleibt damit bestehen. Somit können die Anmeldungen aus Bad Honnef für die Gesamtschule in Oberpleis nicht mitgezählt werden. Damit wurde auch die Chance vergeben, bereits heute eine höhere Planungs- und Handlungssicherheit zu erreichen, die vor allem für die betroffene Eltern, Schüler und Lehrer wichtig ist.
Klaus Wegner

Stellungnahme der Stadt Bad Honnef

Zur Beschlusslage in Königswinter gibt die Stadt Bad Honnef folgende Erklärung ab: Das Verwaltungsgespräch mit den Königswinterer Vertretern unter der Leitung von Bürgermeister Peter Wirtz, an dem u. a. Bürgermeisterin Wally Feiden auf Honnefer Seite teilnahm, war kooperativ und von gutem Willen geprägt. In den Standpunkten wurde jedoch deutlich, dass man zum gegenwärtigen Zeitpunkt weder über eine Beschulungsvereinbarung noch Dependance- Lösung entscheiden möchte. Einigkeit bestand, dass die Ratsentscheidung abgewartet werden musste. Enttäuschend für Bad Honnef ist, dass man dem Grunde nach wieder am Anfang steht. Eine eigene Beschulung in Bad Honnef ist gegenwärtig nicht sichtbar, was vor dem Hintergrund der immer wieder eingeforderten kommunalen Zusammenarbeit frustrierend ist. |eb

333

Januar 18, 2013

Gratuliere ganz herzlich zur 333sten Ausgabe und ich wünsche Ihnen, lieber Herr Böndel, ja, dem ganzen Team, eine weiterhin erfolgreiche Zukunft im Presse-Haifischbecken. Freue mich schon auf meinen nächsten Besuch im schönen und gastfreundlichen BH.
Ihr Günther Strube

Zum „Rheincafé“ (1)

Januar 18, 2013

Warum soll nach 26 Jahren nicht mal jemand anderes die Chance bekommen, das Rheincafé zu führen. Die Verdienste von Herrn Nolden in allen Ehren. In den 18 Jahren, die ich jetzt in Bad Honnef wohne, hat mich persönlich das Rheincafé konzeptionell nicht wirklich überzeugt. Eine Marke war das nie. Der Biergarten ist ein Selbstläufer, das Restaurant sicher nicht. Kündigungen zum Jahreswechsel zu verschicken ist übliche Praxis. Ich habe das selbst vor 17 Jahren in Königswinter zwei Tage vor Weihnachten erlebt. Da wurde ohne Vorankündigung bekannt gegeben, dass der Standort zum 30.6. geschlossen wird und ich hatte über die Feiertage ausreichend Zeit mir zu überlegen, ob ich nach Stuttgart umziehe oder nicht. Bitte kein falsches Mitleid. Herr Nolden ist Geschäftsmann.
Tom

Zum „Rheincafé“ (2)

Januar 18, 2013

Liebes Redaktionsteam, ich hatte bereits im alten Jahr meine Stellungname zu Ihrem Artikel von Herrn „Bösartig“ kundtun wollen, aber nachdem inzwischen einige weitere Berichte über Herrn Nolden und Grafenwerth erschienen sind, ist es nun die beste Gelegenheit meine Meinung mitzuteilen. Wir sind seit etwas über vier Jahren Neubürger und verfolgen die Lokalberichte sehr ausgiebig. Die Insel Grafenwerth mit ihrem gastronomischen Angebot hat uns zu Beginn sehr gefallen, und wir haben dort bereits in dem Inselrestaurant eine Feier ausrichten lassen. Die Lage ist einmalig, viele Bewohner aus unserer Umgebung, besonders aber auch Besucher, die nach Bad Honnef kommen um hier zu wandern, wissen diese herrliche und besonders einmalige Rheinlage zu schätzen. Es fehlt aber ein kleines gut geführtes Restaurant mit einem Speiseangebot was die Gäste zum Verwöhnen einlädt (s. Mehlemer Weinhaus). Das ist Herrn Nolden nicht gelungen! Es ist doch irritierend im vergangenen Jahr auf der Außentafel ein lachendes Sonnengesicht zu sehen dass aussagt, wir haben bei gutem Wetter geöffnet. Leider war das nicht der Fall, es gab auch in Bad Honnef wunderbare Sonnentage und wenn nicht, muss eine Gastronomie begeistern. Herr Nolden mag ja ein Honnefer Urgestein sein, aber er tanzt auf zu vielen Hochzeiten und betreibt seine beiden gastronomischen Betriebe nicht mit Herzblut. Auch die Villa Leonhart hat in ihrem kurzen Dasein zwar „Sterne“ erhalten, aber auch bereits drei gute Köche und Restaurantleiter im wahrsten Sinne des Wortes verschliessen. Nun steht das Haus wieder ohne Besetzung da. Wir als Gäste können uns nur unsere Gedanken dazu machen. Jeder Gastronom würde sich glücklich schätzen, solch eine Bewertung in den Nachschlagewerken des „Feinschmeckers“ etc. zu erreichen und alles Mögliche unternehmen, um die Mannschaft zu halten. Die Endscheidung einer Ausschreibung seitens der Stadt Bad Honnef kann ich nur begrüßen und wünsche dem neuen Pächter viel Erfolg, denn der kommt auch Bad Honnef zu Gute! Mit freundlichen Grüßen
I. S.
(Der Name ist der Redaktion bekannt)

Zum „Rheincafé“ (3)

Januar 18, 2013

Hallo Herr Böndel, wir sind „ehemalige“ Honnefer, besuchen aber zweimal im Jahr per Schiff mit einer größeren Gruppe Bad Honnef. Sie, Herr Böndel sollten sich vielleicht einmal die Mühe machen, die Insel zu besuchen! Dann würden Sie nämlich feststellen, dass das Rheincafé geschlossen ist. Und das schon seit sehr vielen Monaten. Wir waren im Frühjahr wieder zu Besuch und wollten, wie jedesmal, im Rheincafé mit der Gruppe essen gehen, um die schöne Aussicht auf den Rhein zu geniessen. Das Lokal war leider geschlossen und wegen der schlechten Witterung kam der Biergarten nicht in Frage. Umso erstaunter waren wir jetzt im Oktober, dass sich die Situation noch nicht geändert hatte. Das macht sich nicht besonders gut für die Stadt, wenn Besucher auf so einem schönen Fleckchen ein Lokal vorfinden, dass nur für Gesellschaften angemietet werden kann! Machen Sie sich doch mal die Mühe, die vielen Spaziergänger und Besucher von der Insel zu diesem Thema zu befragen; hier wird sich schon lange darüber gewundert, wieso das Lokal nicht betrieben und warum sich der Verpächter nicht darum kümmert. Offensichtlich reichen dem Betreiber die Einnahmen aus dem Biergarten – aber das kann und darf doch nicht im Sinne der Stadt sein?! Beste Grüße aus Köln
Fam. Bachmann

Von Kaufrausch bis Umtausch

Januar 18, 2013

Und dazwischen ein Vollrausch im Rauschgold. Dieser lichten Kette folgten wir ins neue Jahr. Ernüchtert hätte ich gleich mal ne Frage: wo, bitteschön, kann ich den Drachenfels umtauschen? Das ist doch nicht der richtige, der schöne, der uns versprochen, quasi aufgedrängt wurde, obwohl wir ihn gar nicht gewünscht erst recht nicht gewollt hatten, weil der alte auf einmal unzumutbar war wegen dem Beton. Und er war unbespielbar, hieß es. Platzierte Modellbauer zeigten uns deshalb eine große Westkurve, Hartplatz, nur Stehplätze, mit Fanartikelshop „Drachenland“ und „Rolands Rostbratwurst“. Traditionellem Tourismus verpflichtet ist „Kluntje“. Biosphären-Reservat, zentraler Anlauf und Fütterungsplatz für holländische Zugvögel, anschmiegsam angeschmiegt an das alte, sicherlich marode, um so mehr noch vorzeigbare Berggasthaus alter Schule. Die Porzen zum Siebengebirge werden noch hergestellt aus Bionaden. Das ist, hab ich auch nicht gewusst, die Zwergform der Kolonnaden. Wir sehen sie hier oben in der Ausprägung weißfarben/kunsstoffummantelt. (lat.: bionkolnadus plastus albinus). Und dann gab es plötzlich und unerwartet einen Preisanstieg bei Gewächshäusern. Sicher wegen der geforderten Strahlkraft trotz Verdunkelung. Diese Leuchte soll schließlich das gesamte Rheintal erhellen. Ironisch bedauerte sich der Königswinte-rer bei der Eröffnung, wähnte sich auf der abgewandten Seite. Jetzma im Ernst, Herr Wirtz, wollten Sie wirklich erwägen, die Drachenburg gegen eine gläserne Kocharena zu tauschen? Nä ne. Im Leben nisch. Aber erst mal dräut mir die große graue Wand. Der Frank Homann hat uns dann doch die falschen (alten) Bilder …? Doch wieder Beton-Riegel? Augenzeugenbefragung: Herr Brethauer, sinse su joot und john ens erus an et Ziepche. Nehmen Sie bitte alsgleich ein Schlückchen von dem leckeren Wässerchen, lejen den Kopf in den Nacken und lassen die frische Brühe ihre alten Zäpfchen benässen. Was sehen se da? Den Adenauer? Schmeckt das Wasser so grottenschlecht? Nochma. Jetzt bitte etwas nach links drehen. Was sehen sie da? Nixx? - Wie nix? Ach, sie sind zu nahe dran? Se können jarnicht raufluuren. Ja wenn sie zu nahe dran sind, fällt ihnen womöglich noch mal so ein angeschlagener Vogel in die Pfanne. Dann gibt es „Drachenfelser Hahn“ und keinen Fischteller a la Koi auf der Tageskarte. Aber rufen se doch mal rüber zum Türmer Siebdraht vom Mütterkurheim. Der sieht auch nix? Kein Wunder, der ist dann sicher gerade im Keller. Flaschen zählen. Oder bei ner Verköstigung mit dem Karl Heinz vom Attersee. Also ich sehe da eine große graue Wand, auch ohne Verköstigung: Stone. Stone ohne Rolling, Herr Böndel, sie haben recht, das geht gar nicht und ist auch nicht die Abkürzung von stoned. Aber man muss es vielleicht sein, um diese Kaimauer für Königswinterer Flaggschiffe als einen gelungenen Beitrag zur Bereicherung unserer Kulturlandschaft zu werten. Laut Internet ist das Stone ein Beton, der aussieht wie Stein; oder Stein, der so aussieht wie Beton. Gibt es auch als gemounted. Wie komme ich jetzt bloß auf Graffiti? Besser als graffiten ist dann doch eventen. Man mag es sich ja gar nicht oder möge es doch, sich vorstellen, wie Rectus Leonardus, Michelinmann a.D., dort droben ein Bergdoktor/Mysterien-Spiel aufzieht: „Rettung? Blonder Engel am Haken“. Und ich spiele den Ranger von den Mauer-Eidechsen.
PS: Herr Profittlich, vielleicht können Sie an dem Seilchen doch noch mal ein paar Sessel einklinken …?
Josef Thienen

„Rhöndorfer Penatenwelt“

Januar 11, 2013

„Rhöndorfer Penatenwelt“Sehr geehrter Herr Böndel, erst einmal vielen Dank für die bisher erschienen Artikel zum Thema „Rhöndorfer Penatenwelt“. Die Informationen zur Familien- und Firmengeschichte aus den Reihen der Familienerben sind sehr interessant und natürlich zutreffend. Lediglich die in Teil 4 beschriebenen Vorgänge für den Zeitraum nach der Übernahme durch die Firma Johnson & Johnson sind nicht ganz korrekt und bedürfen einiger Ergänzungen. Ich selbst war von 1992 bis Ende 2000 Operations-Direktor im Standort Bad Honnef. Sicherlich hat Johnson & Johnson nach der Übernahme 1986 immer wieder die Wirtschaftlichkeit der Fabrik mit anderen Standorten des Konzerns in Europa verglichen und die Existenz des Werkes in Frage gestellt. Aber dem Führungsteam des Werkes mit voller Unterstützung durch den Betriebsrat und die gesamte Belegschaft ist es bis zum Jahr 1998 immer wieder gelungen, durch umfassende Reorganisations- und Rationalisierungsmaßnahmen und durch erhebliche Modernisierungsinvestitionen das Werk im Europäischen Vergleich voll konkurrenzfähig zu halten. Das Produktionsvolumen und die Zahl der Mitarbeiter ist in diesem Zeitraum auch deutlich gewachsen. Erst Ende 1998 wurde im Rahmen einer weltweiten Bewertung der vorhandenen Werke im J&J-Konzern entschieden, den Produktionsstandort in Rhöndorf per Ende des Jahres 2000 zu schließen. Ausschlaggebend war neben Kos- tenüberlegungen letztlich die Lage der Fabrik mitten im Ort, die keine Expansionsmöglichkeiten mehr bot und bei weiterem Wachstum auch zu stärkerer Belastung der Nachbarschaft geführt hätte (z.B. Verkehrsaufkommen, womöglich Lärmbelastung bei Nachtschichtbetrieb). Im Verlauf der Jahre 1999 und 2000 wurde dann die Produktion der Produktpalette Schritt für Schritt in J&J Werke in Italien und Frankreich verlagert. Als letztes Produkt wurde die historische Penaten Creme verlagert, deren althergebrachte arbeits- und zeitintensive Herstellung übrigens etwa Mitte der 90er Jahre durch einen modernen automatischen Prozess ersetzt worden war. Besonders hervorheben möchte ich die Loyalität und Einsatzbereitschaft der Belegschaft, die trotz des Verlustes ihrer Arbeitsplätze bis zum bitteren Ende mitgeholfen hat, die Versorgung der Kunden im Markt mit unseren guten Penaten- Produkten sicherzustellen. Mit dazu beigetragen hat sicherlich, dass Johnson & Johnson in Abstimmung mit dem Betriebsrat einen guten Sozialplan entwickelt hatte und den Mitarbeitern bei der Suche nach neuen Arbeitsplätzen durch eine Vermittlungsfirma behilflich war. Eventuell sind diese Ergänzungen für Ihre Leserschaft von Interesse. Mit freundlichen Grüßen,
Peter Dittmann

Lieber Herr Böndel,

Dezember 21, 2012

ein ereignisreiches, bewegendes und aufregendes Jahr geht dem Ende zu. Kriege und Konflikte in verschiedenen Regionen, Naturkatastrophen, wirtschaftliche und soziale Krisen in vielen Staaten – die Nachrichten über das Weltgeschehen machten uns immer wieder betroffen. In unserem Land konnten wir uns dagegen einer großen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Stabilität erfreuen. Unsere Demokratie und Soziale Marktwirtschaft bewähren sich als gute Ordnungen, die indessen weiterentwickelt und an neue Herausforderungen angepasst werden müssen. Denn wir Deutschen befinden uns nicht auf einer Insel der Glückseligkeit, sondern sind eingebunden in das Weltgeschehen und abhängig von den globalen Entwicklungen. Über 7 Milliarden Menschen leben heute auf unserer Erde – davon gut 500 Millionen in Europa und 80 Millionen in Deutschland. Frieden, Freiheit und Wohlstand - für die meisten von uns fast schon Selbstverständlichkeiten – sind weitgehend nur durch das gute Miteinander in der europäischen Gemeinschaft möglich geworden. Wir sind in der Tat in der EU zu unserem Glück vereint. Deshalb sind wir herausgefordert, aktiv an der Stabilisierung Europas mitzuwirken, unseren Beitrag zur Überwindung der Krisen, vor allem der viel zu hohen Arbeitslosigkeit in einigen Nachbarländern zu leisten sowie gegen nationalen Egoismus Front zu machen. Wer dabei nur auf die Kosten schaut, verliert den Blick für die möglichen Erträge, die wir auch in Zukunft in einem gemeinsamen Europa ernten können. Die Solidarität, die wir heute einigen EU-Staaten in Not gewähren, wird morgen zum Gewinn für uns und die nächsten Generationen. Ich wünsche Ihnen gesegnete Weihnachten sowie ein gutes Neues Jahr in Frieden, Freiheit und Glück.

Friedhelm Ost

„Unsäglich“

November 30, 2012

„Für die Art wie hier von den verbissenen Gegnern der Gesamtschule in Königswinter mit dem Elternwillen umgegangen wird, gibt es nur noch Worte, die man besser nicht ausspricht. Es ist einfach unsäglich“. So der Vorsitzende der SPD Fraktion in Bad Honnef, Klaus Munk. „Die SPD wollte und will auch weiterhin im Interesse unserer Eltern und Kinder in Bad Honnef den Gesprächsfaden mit Königswinter nicht abreißen lassen. So hat die SPD-Ratsfraktion auch einem Moderationsverfahren nicht zugestimmt, um ein konstruktives Miteinander zwischen den Städten durch den Aufbau einer Druckkulisse – die zudem nach fachkundiger Auskunft wenig Aussicht auf Erfolg hätte – nicht zu gefährden. Bestätigt sahen wir uns in dieser Meinung auch durch Signale zu einer wachsenden Kooperationsbereitschaft sogar bei der Königswinterer CDU und FDP. All das hat sich nun „in heiße Luft“ aufgelöst. Der Eindruck verfestigt sich, dass die Gegner der Gesamtschule Oberpleis das Gemeinschaftsprojekt im Siebengebirge mit allen Mitteln kippen wollen. Die SPD aus beiden Siebengebirgsstädten steht jedoch zu den Eltern, die sich für eine Gesamtschule auch für unsere Bad Honnefer Kinder einsetzen. Gemeinsam mit ihnen wehrt sich die SPD entschieden gegen die derzeitige Trickserei in unserer Nachbarstadt. Wir wollen eine gemeinsame Schullösung und arbeiten weiter an einer Einigung auf Augenhöhe – im Interesse der Eltern und der Kinder beider Städte.“

Klaus Munk

Schadenfreude

November 30, 2012

Sorry, Herr Böndel, wenn ich das Thema Martini-Markt doch noch mal aufgreife. Es geht um die vorletzte Ausgabe der HWZ und die Bemerkung anlässlich des Misserfolges in Linz „Schadenfreude ist die beste Freude.“ Nein, das ist sie nicht! Schadenfreude heißt, sich über das Pech oder Missgeschick eines anderen zu freuen. Freude jedoch sollte Erfolgen vorbehalten sein. Lasst uns es einfach so sagen: Die Organisatoren in Bad Honnef haben richtige Entscheidungen getroffen, hart gearbeitet und waren völlig zu recht erfolgreich. Einen Martini Markt gibt es jedoch nicht nur bei uns, wie eine kurze Google-Suche zeigt. Und gegen die 390jährige Tradition in Nottuln z. B. sind wir blutige Anfänger! Es sollte uns also keinerlei Freude bereiten, dass etliche Menschen in Linz für ihren ersten Martini Markt sicherlich zwar ebenso hart gearbeitet, aber offensichtlich Fehler begangen haben.

Mit freundlichem Gruß
Mary John Kamp

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