Klimawandel - Handeln in globaler Verantwortung

Keine Lösung

November 23, 2012

Nun scheint es besiegelt: Dem Honnefer Schulausschuss, ist es nicht gelungen, eine Lösung für die Schulproblematik in Bad Honnef zu finden. Der seit Jahren bekannte und gefürchtete „Demographische Wandel“ wird auch die Honnefer Schullandschaft nicht verschonen. Die Schülerzahlen werden in den nächsten 10 Jahren dramatisch zurückgehen. Bad Honnef hat keine Möglichkeit, alleine darauf zu reagieren. Wie der Sachverständige Hubertus Schober in der Sondersitzung des Schulausschuss deutlich gemacht hat, ist man zum jetzigen Zeitpunkt des Verfahrens nur noch auf das Wohlwollen der Nachbarkommune Königswinter angewiesen. Will man zumindest im Siebengebirge und damit auch im Honnefer Einzugsgebiet eine tragfähige Schule anbieten, die sowohl Gymnasial- wie Real- oder Hauptschulabschluss ermöglicht, ist man auf das Schulangebot aus Königswinter angewiesen. Königswinter hat beschlossen, am Schulstandort Operpleis eine Gesamtschule zu errichten. Dadurch wird die Schulsituation in Bad Honnef natürlich weiter verschärft. Schüler werden auspendeln. Eltern werden das Beste für ihre Kinder entscheiden und sich auch für die Gesamtschule in Oberpleis entscheiden. Warum ist es soweit gekommen? Warum konnten sich die beiden Kommunen nicht verständigen? An der Bürgermeisterin hat es nicht gelegen. Die Honnefer Verwaltung hat versucht, jede Möglichkeit der Zusammenarbeit auszuschöpfen. Schuld am Scheitern der interkommunalen Zusammenarbeit trägt die Politik. Die Frage muss lauten, warum ist es den Mehrheiten in beiden Städten nicht gelungen, eine gemeinsame Lösung zu finden? Warum wurden Möglichkeiten der überparteilichen Aussprache über alle Parteigrenzen hinaus nicht genutzt? Dass die SPD im Siebengebirge eine Gesamtschule will, ist seit Jahrzehnten kein Geheimnis. Dass die SPD in beiden Städten um die Gesamtschule geworben hat, ist selbstverständlich. Dass die CDU aber keine Gestaltungskraft in den Kommunen mehr hat, ist neu. Es stellt sich die Frage, warum es der CDU im Siebengebirge nicht gelingt, trotz ihrer Mehrheit einen überstädtischen Konsens zu erzielen? Warum scheitert die von der Honnefer CDU beschworene interkommunale Zusammenarbeit erneut auf so folgenreiche Weise?

Alexander Brehm
(Mitglied des Schulausschusses in Bad Honnef).

Siebeneurofünfzig!

November 9, 2012

Vor ein paar Tagen war Hammerwetter vorhergesagt und schon länger wollten wir mal wieder zum Rolandsbogen, weil er neu gemacht war und das Herbstlaub im Siebengebirge besonders gut zu sehen ist. Nach kurzem, steilem Aufstieg verlegen oben zwei, vom Touristenstrom genervte, aber superfreundliche, Mitarbeiter einer Honnefer Gartenbaufirma anthrazitfarbene Basaltlava-Platten auf dem Treppengang. Vor Jahren waren wir ja schon froh, als der Beton gegossen wurde mit Stabilität auf jedem Absatz. Aber das reichte wohl jetzt nicht mehr, rein ästhetisch. Dem erstaunten einheimischen Wanderer sträubten sich die noch feuchten Nackenhaare, oben angekommen. Atemberaubend der Blick und die Preise im Restaurant. Keines Blickes dagegen würdigt uns der herbe Charme der Jungblonden, Service, Bedienen will und kann ja heute fast keiner mehr. Wir wurden auch nicht an Christo erinnert angesichts der weißen Plastikplane, welche die Terrasse abriegelte gegen allzu eindringliche Temperaturen, vergängliche Herbst-Farben und aufdringliche Touristen. Ein Sektkübel, teurer als der Sekt, den ich zu Hause nur zu Silvester trinke, durfte Tischdeckenklammern sammeln. Und, das Allerschlimmste: wir konnten noch nicht mal unser traditionelles Rolandsbogenfoto machen: Ich oder Partner oder Enkel oder DDR-Besuch, rein in den Bogenrahmen und Knips. Wechselnde Besetzung – wechselndes Alter, Erinnerung. Jetzt geht das nicht mehr, weil angedacht: führt der knorrig-drahtige Mittsiebziger namens Dings seine blondbrüstige jugendgefährliche Freundin zu einem bumsfidelen Häppchen raus. Nach Blick auf Gebirge, Drachen, Kloster wird sie diese Geschichte beeindrucken, ja hinfällig machen, als er, noch junger Rheinromantiker mit Manneskraft, von den Feldzügen heimkehrte und sein Weib im Kloster wiederfand, und er das ganze Nonnenwert aufmischte – ha! Ja, das konnte der Herr Dings ganz deutlich vor seinem geistigen Auge sehen, weil sein Tisch, dreifach beglast eingedeckt, genau passend vor dem Fenster stand, wo ich eigentlich mein Erinnerungsfoto hätte machen wollen. Ich kenne Leute, denen würde es – gerade in einer solchen Situation – überhaupt nichts ausmachen, sie würden schon drauf spekulieren, ihren Arsch ungeniert zwischen Dingsbums und Bogen zu quetschen: Jetzt kannste knipsen. (Und Nonnenwerth wird mit th geschrieben, alter Sack! Icke…icke… icke kommt der Berliner Jastronom mit Kette als Allerschürfstes ums Eck: Für dir nur Jastjarten-Selbstbedienungs-Wurst: Du denkst, Du bist die Allerschürfste für mich, biste aba nich. Ick fin Dir widerlich. Du denkst, Dich findet wirklich jeder hier geil, is aber nich so, janz im Jejenteil. Du kommst hier reien als jehört Dir die Welt, als wär jeder Tisch nur für Dir bestellt. (aus: Die Ärzte, Die Allerschürfste, Album Die Bestie in Menschengestalt, 1993) Vorschlag: Das Drehkreuz mit dem Münzeinwurf bereits am Freiligrathdenkmal zu installieren. Die Eintrittskarte berechtigt zum einmaligen Eintritt ins Abort „Zwirner- Pinkel“. Jetzt bloß kein verständnisloses Kopfschütteln. Ihr wisst noch nicht, wie der Drachenfels-Stern aufschlägt. Aber davon später,

Josef Thienen

Martini Markt – das Original

November 2, 2012

Hallo Herr Böndel,
die Tageszeitungen haben es bereits verkündet: Der diesjährige Martini Markt brach alle Rekorde. Und das völlig zurecht! Die statdtbekannten Macher haben nicht nur gemacht, sie haben gezaubert! Die neuen Buden - schöner und freundlicher als die alten. Die geschmackvollen Dekorationen mit dem herbstlichen Schwerpunkt - absolut passend. Zu befürchten war, dass bei nunmehr 120 Buden eine Menge Billigschrott angeboten würde. Keineswegs, das Angebot war überwiegend geschmackvoll und abwechslungsreich. Bei einem solche hohen Niveau braucht man im nächsten Jahr das Wort „Linz“ nicht mehr als Menetekel zu betrachten. Der Martini Markt in Bad Honnef ist das Orginal - und was für eins! Herzlichen Dank dafür.

Mary John & Mike Kamp

Wildschweinplage

Oktober 5, 2012

WildschweinplageSehr geehrte Frau Feiden, bereits im Juli des vergangenen Jahres habe ich Ihnen die unten angehängte Mail zugesendet, in der ich Ihnen angekündigt habe, dass wir mit den Wildschweinen im Ortsbereich der Stadt Bad Honnef Probleme bekommen. Sie haben, aus welchen Gründen auch immer, bisher keine Reaktion auf mein E-Mail erkennen lassen. Die Durchführung Ihrer „Maßnahmen“ seitens des Ordnungsamtes und Ihre verfehlte Hundepolitik haben dazu geführt, dass die Jagdausübung in den Randbereichen in Richtung Wald durch freilaufende Hunde nachhaltig gestört ist und somit nicht möglich ist. Nun sind die Wildschweine allmählich im Bereich des Ortsgebietes (Befriedete Bezirke) und ich weise Sie darauf hin, dass ich als Jagdpächter des gemeinschaftlichen Jagdbezirk Bad Honnef 1, dort die Jagd nicht ausüben darf. Die Zuständigkeit liegt bei Ihnen als Bürgermeisterin der Stadt Bad Honnef. Vielleicht haben ja unsere Mitbürger Spaß an den Wildschweinen in der Stadt Bad Honnef, aus Berlin gibt es ja schon Fernsehsendungen über die „Berliner Stadtsauen“. Waidmannsheil, mit freundlichen Grüßen,
Norbert Kramer und Philipp Wolf,
Jagdpächter des gemeinschaftlichen Jagdbezirk Bad Honnef 1

Projekt Selhof-Süd

September 21, 2012

Die Bürgerinitiative für ein lebenswertes Bad Honnef nimmt Stellung zum Vorhaben im Rahmen des Projekts Selhof- Süd, Teile des Selhofer Südens einer Wohnbebauung zuzuführen: „Gegen jede Vernunft sollen 50 Einfamilienhäuser gebaut werden, trotz der Leerstände in der Stadt, trotz des Überangebots an vorhandenen Alt- und Neubauten und trotz der demographischen Entwicklung“. Die im städtischen Planungsausschuss gefassten Beschlüsse für den Bebauungsplan 1-130 „Grüne Mitte Selhof Süd“ ignorieren die vielen überzeugenden Argumente gegen Neubaugebiete in der heutigen Zeit. In Nordhein-Westfalen, ohnehin schon eine der dicht besiedelsten Regionen Europas, werden jeden Tag 15 Hektar Fläche (= ca. 20 Fussballfelder) für Wohnen, Gewerbe und Straßen überbaut. Eine ökologische und nachhaltige Stadtentwicklung sieht anders aus! Zudem warnen unabhängige Institute, wie die Bertelsmann-Stiftung, schon seit Längerem vor den nachteiligen Folgen durch den Bevölkerungsrückgang. Auch die Landesregierung in NRW hat die Kommunen aufgefordert, keine Neubaugebiete mehr auszuweisen und sich für die Sanierung des Altbestandes einzusetzen. Es werde zu zahlreichen Konflikten zwischen den Grundstückseigentümern und innerhalb der Politik kommen. So wird die Erschließung des vorgesehenen Baugeländes über zu enge Straßen, die, wie ihre Namen sagen, Wege sind: Lichweg, Limbicherweg, Dellenweg, Krachsnußbaumweg, Feilweg, zusätzliche Konflikte durch Anlieger und Grundstückseigentümer hervorrufen. Und neue Straßen müssten gebaut werden mit zusätzlichen Kosten und Belastungen. Es wird die Chance vertan, die letzte größere Fläche im Honnefer Tal als Naturreserve für kommende Generationen zu erhalten. Nach Einschätzung der Bürgerinitiative sollte genau das Gegenteil angestrebt werden. Frank Bechtloff, zweiter Sprecher der Bürgerinitiative: „Der größte Teil des Selhofer Südens sollte zum Landschaftsschutzgebiet in Erweiterung des schon bestehenden Landschaftsschutzgebietes am Rheinbreitbacher Graben erklärt werden.“
Brigitte Meyer auf der Heide

Kommunalpolitischer Irrsinn

September 21, 2012

Am 13. September stimmten die Ausschüsse für Stadtentwicklung, Planen und Bauen sowie für Umwelt, Wald, Verkehr und Feuerschutz mit Mehrheit dem Projekt „Grüne Mitte Selhof Süd – Wohngebiet am Lichweg“ zu. Dass sie damit für das Projekt „graue Mitte“ stimmten, dessen Finanzierung nicht gesichert ist, vermutlich aber zu drastischen Einsparungen im Bildungs- und Sozialbereich führen wird, stört niemanden. Nein, man habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, wird mit ernster Miene verkündet. Fast alle Ratsmitglieder der Allianz und der SPD betonten, dass sie nicht wirklich glücklich seien, aber es sei eben ein Kompromiss. Und was für einer, mag man hinzufügen!

Die Verkehrssituation wird nach den vorliegenden Gutachten für eine Reihe von Straßen erheblich zunehmen. Im Limbicher Weg, sollte die Zweirichtungsvariante umgesetzt werden, wird sich das Verkehrsaufkommen verzehnfachen. Mehr Verkehr = mehr Unfälle. Die Autos fahren künftig in den heutigen Vorgärten und sind im Falle des Falles schnell auch an der Wohnungstür. Kinder, die draußen spielen, sollten dies tunlichst hinter den Häusern tun. Wer sich die Mühe macht und das Gebiet „Limbicher Weg, Lichweg, Afelspfad“ besucht, wird feststellen, dass es hier die grüne Mitte bereits gibt. Damit soll nun nach dem Willen fast aller Parteien Schluss sein – die Natur muss weichen und mit ihr die einheimische Fauna. Die grüne Lunge bekommt „Nikotin“ verabreicht, die Feinstaubbelastung wird stark ansteigen und der Charme der Stadt Bad Honnef wird weiter nachlassen. Will man 500.000 Euro und mehr für einen als Kompromiss getarnten Angriff auf Natur und Gesundheit der Menschen ausgeben? Im Moment hat man das Geld nicht einmal. Bernd-Josef Vedders meint, man habe ja noch Zeit und die Verwaltung sei sehr kreativ. Pardon: Es geht hier einmal nicht um Kreativität; es geht um seriöses Wirtschaften und das scheint niemand in Politik und Verwaltung ernst zu nehmen. Nein: Man kann dem „Kompromiss“ nicht zähneknirschend zustimmen, wie Michael Oswald (Grüne) meint. Man muss ihn ablehnen.
Dr. Martin Peter Houscht

Honnef bewegt sich für Jambo

September 14, 2012

In einem ersten Zeitungsartikel berichtete der General Anzeiger am 17. August diesen Jahres, dass der in der Badestadt allseits bekannte und beliebte Paketzusteller der DHL Joshua Osolo, allen bekannt als „Jambo“ aus Bad Honnef nach Siegburg strafversetzt werden soll. Seitdem laufen die Geschäftsleute und auch private Initiatoren Sturm gegen diese Entscheidung der „Deutsche Post - DHL“,die als Begründung lediglich anführt, Herr Osolo habe unberechtigt während seines Dienstes daheim eine Ruhepause eingelegt. Die Gegendarstellung von Herrn Osolo ist uns allen bekannt und nachvollziehbar. Im Übrigen: Pausen kann man auch bei der Paketzustellung in Siegburg machen. Die Begründung der DHL erscheint mir „zweifelhaft“ und vorgeschoben. Herrscht da nicht vielmehr ein innerbetrieblicher Kampf um ein beliebtes Zustellgebiet oder ist man in den höheren Etagen der „Deutsche Post - DHL“ vielleicht sogar ein klein wenig rassistisch eingestellt? Nur ein klein wenig? Wie dem auch sei, nähere Auskünfte konnte man bei der Post nicht bekommen. Der für den 6.9.2012 anberaumte Gerichtstermin zur Klärung der Angelegenheit zwischen DHL und Herrn Osolo wurde verschoben. Das dürfte der Post entgegen kommen, bis zum neuen Termin, der noch nicht festzustehen scheint, haben sich die Wogen in Bad Honnef sicherlich geglättet, gell?! MITNICHTEN! Wir Honnefer kämpfen weiter für Joshua! Angesichts der oben dargestellten Aktionen dürfte der Dienstleister nicht darum herum kommen, seine Entscheidung zu überdenken und zu revidieren. Es sei denn, der „Deutsche Post - DHL“ ist die Meinung der Kunden egal und der Kunde halt nicht König.
Hubert Meid

„Fahrerflucht“

September 3, 2012

Liebe Leser der HWZ,
der Leserbrief „Fahrerflucht“ vom 24.8.2012 sollte die Stadtverwaltung Bad Honnef aufrütteln, endlich zu handeln! Wahrscheinlich musste erst der von einem rücksichtlosen, verbrecherischen Autofahrer provozierte Unfall mit einer 19-jährigen Radfahrerin passieren, damit sich etwas ändert an der Situation in der Rommersdorfer Straße. Seit Umwandlung der Straße in eine Einbahnstraße beobachten die Anwohner täglich zirka zwanzig unerlaubte, schnelle Einfahrten (PKW, Motorräder) von der St. Anna Kapelle aus entgegen der Einbahnregelung. Einige Fahrer wenden kurz vor der Verengung am Eingangstor zum Siebengebirgsgymnasium. Angehalten und angesprochen von uns Zeugen bekommt man meistens zu hören: „Die Schilder haben wir nicht gesehen.“ Nachts kann man oft das laute Quietschen von bremsenden Autos hören, wenn sich zwei Autos gegenüberstehen, die noch knapp bremsen konnten, um einen Unfall zu vermeiden. Deshalb haben wir Anwohner verschiedentlich Eingaben an den Ausschuss für Straßenverkehr (damals Vorsitz Herr Kestner) gemacht mit folgendem Vorschlag: An die Pfosten unterhalb der Schilder sollten große rot-weiße Warnbaken montiert werden, um die Aufmerksamkeit der Verkehrsteilnehmer zu erhöhen. Ich habe sogar angeboten, die Kosten für Warnbaken zu finanzieren, aber nichts ist bisher geschehen. Telefonisch wurde ich belehrt, Warnbaken nützten auch nichts. Aber Nichtstun seitens der Stadt - wie bisher - nutzt schon gar nichts. Wie viele Unfälle mit Personenschaden will man noch in Kauf nehmen an dieser sensiblen Stelle?

i.A. Ursula Voll,
Rommersdorfer Straße

Fahrerflucht

August 24, 2012

Zum Vorfall: Meine 19 jährige Tochter fuhr Sonntagmorgens ca. 3.50 Uhr nach einer Party mit dem Fahrrad die Rommersdorfer Straße entlang, Richtung Rommersdorf, als sie plötzlich sah, dass ihr ein Auto entgegen kam….gegen die Einbahnstrasse!!! Dieses Auto fuhr in ihr Fahrrad, sie fiel und knallte ungebremst mit dem Gesicht auf die Straße. Der Fahrer flüchtete. Meine Tochter lag blutend auf der Straße. Gesichtsverletzungen, Nasenbruch und dementsprechend geschockt erreichte sie Gottseidank einen Freund per Handy. Dieser kam auch sofort per Vespa zur Hilfe. Er alarmierte den Rettungswagen und mich. Meine Tochter wurde ins Honnefer Kankenhaus gefahren und dort notversorgt und blieb dort zwei Tage zur Beobachtung. Anzeige wurde erstattet. Die Polizei suchte den Unfallort nach Spuren ab und fand nicht mal einen Hauch von Bremsspuren. Dieser Autofahrer hatte nicht den leisesten Funken Anstand besessen, um der jungen Frau auszuweichen, geschweige denn ihr zu helfen. Er hat sich der Körperverletzung, unterlasssener Hilfeleistung und der Fahrerflucht zu verantworten. Ferner Verstoß gegen die Verkehrsregeln und vermutlich war der flüchtige Fahrer alkoholisiert. Wer hat diesen Falschfahrer in der Nacht gegen 3.50 Uhr gesehen? Melden Sie sich bitte bei der Honnefer Wochenzeitung, auch anonym, wenn Sie es möchten. Ich wäre Ihnen mehr als dankbar, denn ich kann es als Mutter der verunglückten Tochter schwer ertragen, dass dieser Mensch nicht zur Rechenschaft gezogen würde. Bitte melden Sie sich, wenn sie in dieser besagten Nacht etwas gesehen haben.
(Name ist der Redaktion bekannt).

Lehrstandsentwicklung?

August 10, 2012

Lieber Herr Böndel, auf das Risiko hin, dass Sie auch mich jetzt unter die selbsternannten Wirtschaftsförderer einreihen, möchte ich doch zu Ihren Betrachtungen der zu befürchtenden Leerstandsentwicklung in unserer Innenstadt ein paar Gedanken äußern. Wenn es dort um negative Entwicklungen geht, wird seit Jahren mit immer den gleichen Argumenten publikumswirksam gejammert. Besonders beliebt ist der „böse“ Vollsortimenter. Der Ruf nach Protektionismus hat aber schon den Tante Emma Laden nicht retten können. Überlebt haben damals die, die sich mit viel Phantasie und Engagement spezialisierten, und die so für sich eine unverwechselbare tragfähige Marke geschaffen haben. Das war im Wettbewerb zwischen Supermarkt und Tante Emma Laden nicht anders als heute im Wettbewerb zwischen Vollsortimenter und Fachhandel in der Innenstadt. Parkprobleme und Ladenöffnungszeiten. Miethöhen sind sicherlich schwerwiegende Probleme. Sie lassen sich aber sicher leichter lösen, wenn die Grundlagen für eine langfristig positive Entwicklung glaubhaft vermittelbar geschaffen sind. Die aber finden sich meines Erachtens woanders. Vor allem braucht die Innenstadt ein über die Stadtgrenzen hinaus erkennbares attraktives und unverwechselbares Gesicht! Ein Gesicht das als Marke mit Anziehungskraft in der Region einmalig ist, das sich aber dennoch in ein regionales Ganzes einfügt. Eine Vielzahl von Veranstaltungen reicht da nicht. Es gibt wunderbare Ideen wie das Rosenfest. Es gibt weit über unsere Grenzen strahlende Traditionen wie den Martinimarkt. Dann aber sollte man beginnen sorgsam auszuwählen, denn jede Inflation –auch die von Veranstaltungen- bedeutet auch ihre Entwertung. Außerdem sollte man darauf achten, dass alle „Events“ dem Bild entsprechen, das wir abgeben wollen und das die Marke stützt, die wir durch solche Veranstaltungen unterstreichen wollen. Nur – dafür müssen wir diese Marke erst einmal haben! Ich habe das Vergnügen zur Zeit die Bürger in Unkel bei ihrem Pilotprojekt „Unkel – Kulturstadt am Rhein“ beobachten zu dürfen. Bereits jetzt – noch weit vor Abschluss dieses Projektes- zeigen sich erste Erfolge dadurch, dass Künstler und Kunsthandwerker leer stehende Geschäfte im Zentrum mit ihren Ateliers neu beleben. Dass Unkel kein „Problem“ mit Vollsortimentern hätte, kann man ja auch nicht gerade sagen (siehe Vorteil-Center). Und wir? - Wir haben Geschäfte, die exklusive Unikate und feinstes Design anbieten. Wir haben eine der feinsten Schokoladenmanufakturen in unserer Stadt. Die Exklusivität unseres Stadtbildes ist einmalig. Wir haben als Seminar- und Gesundheitsstadt ständig anspruchsvolle Gäste. Warum machen wir uns nicht zur Stadt des exklusiven Geschmacks? Die Idee „Kaufhaus am Rhein“ existiert ja schon. Eine Marke mit Aufmerksamkeitswert ist das aber meines Erachtens so noch nicht. Wie wäre es zum Beispiel mit „Bad Honnef City-Boulevard des Besonderen“? Das lässt stutzen. Da wird man neugierig. Da sucht man nach Informationen, und wenn die gut gemacht zur Verfügung stehen, dann kommt man auch vorbei, um selbst zu sehen, zu bummeln und zu kaufen. Sorry, war alles nur so’ne Idee eines selbst ernannten Wirtschaftsförderers. Bin dann mal gespannt auf die Ideen der Ernannten.
Mit freundlichen Grüßen
Klaus Munk, Regionalverband
Rheinische Riviera e.V.

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